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Pfarrei St. Vinzenz 
Königsberger Str. 17
97318 Kitzingen

Telefon: 09321 – 33107
Telefax: 09321 – 3900433
eMail: gustre@t-online.de und st-vinzenz.kitzingen@bistum-wuerzburg.de



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>>  Bilder vom Pfarreinachmittag St. Vinzenz

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1. Lesung: Jesaja 11,1-10

2. Lesung: Römer 15,4-9

Evangelium: Matthäus 3,1-12



» In jenen Tagen trat Johannes der Täufer auf und verkündete in der Wüste von Judäa: Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe. Er war es, von dem der Prophet Jesaja gesagt hat: Eine Stimme ruft in der Wüste: Bereitet dem Herrn den Weg! Ebnet ihm die Straßen! «

 






sind keine adventlichen Zeitgenossen. Im Gegenteil: Statt nichts zu hören, ist Zuhören auf das Wort Gottes das Gebot dieser Wochen. Statt nichts zu sehen, ist der Blick auf mein Leben und Tun jetzt die Aufgabe. Statt den Mund zu halten, verkünde ich das Kommen Gottes in diese Welt.









Die Adventszeit ist eine Zeit der Buße und der Umkehr. Das ist heute weitgehend in Vergessenheit geraten, nur noch die liturgische Farbe (violett ) und das Evangelium des Sonntags erinnern daran. Johannes findet harsche Worte. Er sieht auf seine Gesellschaft und erkennt, dass vieles im Argen liegt. Ich glaube, wenn er auf die heutige Welt blicken würde, könnte sein Urteil nicht anders ausfallen. Deshalb möchte ich mich von seinen Worten ansprechen lassen, möchte nicht auf die anderen verweisen, auf die Gesellschaft, auf die Welt. Wenn es um meine Schuld geht, sage ich „Ich“, nicht „Wir“ oder „Man“.





Bibelwort: Matthäus 3,1-12

A U S G E L E G T !

Ein Extremist mit einer wilden Botschaft, ernste Töne im heimeligen Advent – das ist das Erste, was ich in diesem Sonntagsevangelium höre. Doch dann stolpere ich über das kurze Zitat, mit dem Worte und Wirken von Johannes dem Täufer zusammengefasst werden: „Bereitet dem Herrn den Weg! Ebnet ihm die Straßen!“

Gott will also einen Boten, einen Pfadfinder. Einen, der unüberwindliche Hindernisse beiseiteschafft, schwierige Pfade auch für Gehbehinderte einfach macht. Klar ist das alles eine Stellenbeschreibung für den Prediger am Jordan. Aber ist es nicht auch eine für uns Menschen im Advent? Alles vorbereiten, damit Gott kommt? Buckelpisten glätten, damit sie zum Aufbruch einladen, Wege in Gottes Reich markieren?

Wenn Gott kommt, sind wir gefordert. Und das ist kein Job für Extremisten. Sondern für Sie und mich.

Christina Brunner



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„Die Armen – unsere Herren“

Vinzenz von Paul wurde 1581 im Südwesten Frankreichs in eine Kleinbauernfamilie geboren. Sein Vater ließ den Jungen unter großen finanziellen Opfern studieren – in der Hoffnung, er könne als Priester die Familie unterstützen. Mit 19 Jahren wird er geweiht und erwirbt bald die Befähigung zum Universitätslehrer. Nach einer abenteuerlichen Irrfahrt landet er in Paris – in der Klemme zwischen protzigem Reichtum und entsetzlichem Elend der Rechtlosen. Vinzenz, als Erzieher einer reichen Adelsfamilie noch ganz auf der Linie der väterlichen Hoffnungen, weiß im Herzen: Er gehört auf die Seite der Geschundenen. Jesu Wort „Das habt ihr mir getan!“ (Matthäus 25,35) treibt ihn.

So wird er Pfarrer armer Bauern und bleibt doch in Kontakt mit Adeligen. In einer Sonntagspredigt bittet er um Hilfe für eine schwerkranke Familie. Das Echo ist so groß, dass Vinzenz kurzum einen Verein zur Hauskrankenpflege gründet, genannt „Charité“, der auch in anderen Städten Fuß fasst – der Anfang der Caritas-Pflegestationen. 1619 wird er Seelsorger der französischen Galeerensklaven, 1925 gründet Vinzenz eine Gemeinschaft zur Evangelisierung des Landvolkes und zur Weiterbildung der Priester, die „Kongregation der Mission“ (CM), bekannt als „Vinzentiner“ oder „Lazaristen“ nach ihrer ersten Wirkungsstätte, dem Leprosarium St. Lazare in Paris. Dort betreut die Gemeinschaft auch Geisteskranke und Vinzenz entwickelt die Grundzüge einer Pastoralpsychiatrie. 1633 folgt zusammen mit der adeligen Witwe Luise Marillac die Gründung der „Barmherzigen Schwestern“ oder „Vinzentinerinnen“, die ohne Klausur und Ordenstracht ganz bei den Armen leben sollten. In den Schrecken des 30-jährigen Krieges werden seine Teams für Tausende zur letzen Rettung. All seinen Gründungen gibt er das Motto: „Die Armen sind unsere Herren.“ Ein Zitat von Vinzenz von Paul charakterisiert sehr treffend sein Wirken: „Für glanzvolle Taten findet Gott genügend Arbeiter, jedoch für unscheinbares Wirken braucht er noch viele.“

Am 27. September 1660, vor 350 Jahren, stirbt er in Paris – im selben Jahr wie die heilige Luise Marillac. Seine Beisetzung erfolgte on der Kapelle der Lazaristen in Paris; 1737 wird er heiliggesprochen.

Hans Brunner


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