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Pfarrei St. Vinzenz 
Königsberger Str. 17
97318 Kitzingen

Telefon: 09321 – 33107
Telefax: 09321 – 3900433
eMail: gustre@t-online.de und st-vinzenz.kitzingen@bistum-wuerzburg.de



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>>  Kirchliche Nachrichten bzw. alle Termine bis 26. Februar 2017

>>  Konzert in unserer Kirche St. Vinzenz

>>  Wir brauchen Sie - Helfer gesucht!

>>  Für "ALLE" - Unser traditioneller Faschingsabend:





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1. Lesung: Lev 19,1-2.17-18

2. Lesung: 1. Korinther 3,16-23

Evangelium: Matthäus 5,38-48


» Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen, damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel werdet; denn er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten, und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte. «





ist die Aufgabe der Friedenstruppen der Vereinten Nationen, auch Blauhelme genannt. Dafür wurden sie 1988 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Nicht immer sind die Missionen erfolgreich. Hinzu kommt: Sich für den Frieden einzusetzen, ist manchmal ein höchst riskantes Unterfangen. Seit 1948 haben 3.215 Angehörige von UN-Friedensmissionen ihr Leben während des Einsatzes verloren. Um dieses Risiko weiß – so glaube ich – auch Jesus, und dennoch fordert er seine Jünger in der Bergpredigt zur Feindesliebe auf. Utopisch und weltfremd? Ich glaube, nein. Im Gegenteil: „Intelligente Feindesliebe geht davon aus, dass der Friede nur zusammen mit dem Gegner erhalten werden kann“, wusste der Friedensforscher Carl Friedrich von Weizsäcker.











Dem Feind die andere Wange hinzuhalten, ermutigt ihn, noch einmal zuzuschlagen. So lautet eine Kritik gegen Jesu Aufforderung zur Feindesliebe. Wer zur Gewalt greift, dem muss energisch Einhalt geboten werden. Doch dann bleibt der Feind ein Feind – um diese Kettenreaktion zu unterbrechen, darf der Andere nicht mehr Feind sein wollen. Das erreicht nur die Liebe.




Bibelwort: Matthäus 5,38-48


Auge um Auge, Zahn um Zahn“ ist ein berühmtes Wort geworden. Der schlechte Ruf von Glaube und Kirche scheint sich wieder einmal zu bestätigen. Hat man immer schon gewusst. – Ich leide manchmal unter dem Halbwissen, das über die Bibel und die Christen kursiert und gebraucht wird, um Stimmung zu machen und Vorurteile aufzubauen. „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ war eine ziemlich fortschrittliche Aussage. In der Zeit vorher gab es im Allgemeinen das Motto: „Du hast mir ein Auge verletzt? Dafür mach‘ ich dir gleich alle zwei kaputt. Und einen Zahn eingeschlagen? Warte nur, ich schlage dir mindestens zwei ein.“ Jesus verleugnet Unrecht nicht, aber er spielt eingefahrene Verhaltensmuster nicht mit und lädt ein zum Innehalten, zum Maßhalten, zum Nachdenken. Er lädt ein, mich nicht von Wut und Rache mitreißen zu lassen und damit vielleicht etwas zu zerstören, was ich eigentlich gar nicht beabsichtigt habe, aber wozu ich mich in meiner Emotion habe hinreißen lassen und was mir später leidtut: „Ja, es ist dir Unrecht geschehen, aber du musst dich nicht gleich für Vergeltungsschläge rüsten und dem anderen zeigen, wer hier der Chef ist und wer eigentlich das Sagen hat.“ Und es geht noch weiter. Gleich anschließend rät Jesus auch noch, bei empfangenem Unrecht auch die zweite Wange hinzuhalten oder den Mantel mitzugeben. Jesus sagt damit klar, dass es für vieles vielleicht ganz andere, ganz neue, bisher ungeahnte Lösungen gibt. Ich bin dankbar, dass er mein kleines, manchmal so kleinliches Denken und Verhalten aufrüttelt und aufbricht.

Christine Rod MC



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„Die Armen – unsere Herren“

Vinzenz von Paul wurde 1581 im Südwesten Frankreichs in eine Kleinbauernfamilie geboren. Sein Vater ließ den Jungen unter großen finanziellen Opfern studieren – in der Hoffnung, er könne als Priester die Familie unterstützen. Mit 19 Jahren wird er geweiht und erwirbt bald die Befähigung zum Universitätslehrer. Nach einer abenteuerlichen Irrfahrt landet er in Paris – in der Klemme zwischen protzigem Reichtum und entsetzlichem Elend der Rechtlosen. Vinzenz, als Erzieher einer reichen Adelsfamilie noch ganz auf der Linie der väterlichen Hoffnungen, weiß im Herzen: Er gehört auf die Seite der Geschundenen. Jesu Wort „Das habt ihr mir getan!“ (Matthäus 25,35) treibt ihn.

So wird er Pfarrer armer Bauern und bleibt doch in Kontakt mit Adeligen. In einer Sonntagspredigt bittet er um Hilfe für eine schwerkranke Familie. Das Echo ist so groß, dass Vinzenz kurzum einen Verein zur Hauskrankenpflege gründet, genannt „Charité“, der auch in anderen Städten Fuß fasst – der Anfang der Caritas-Pflegestationen. 1619 wird er Seelsorger der französischen Galeerensklaven, 1925 gründet Vinzenz eine Gemeinschaft zur Evangelisierung des Landvolkes und zur Weiterbildung der Priester, die „Kongregation der Mission“ (CM), bekannt als „Vinzentiner“ oder „Lazaristen“ nach ihrer ersten Wirkungsstätte, dem Leprosarium St. Lazare in Paris. Dort betreut die Gemeinschaft auch Geisteskranke und Vinzenz entwickelt die Grundzüge einer Pastoralpsychiatrie. 1633 folgt zusammen mit der adeligen Witwe Luise Marillac die Gründung der „Barmherzigen Schwestern“ oder „Vinzentinerinnen“, die ohne Klausur und Ordenstracht ganz bei den Armen leben sollten. In den Schrecken des 30-jährigen Krieges werden seine Teams für Tausende zur letzen Rettung. All seinen Gründungen gibt er das Motto: „Die Armen sind unsere Herren.“ Ein Zitat von Vinzenz von Paul charakterisiert sehr treffend sein Wirken: „Für glanzvolle Taten findet Gott genügend Arbeiter, jedoch für unscheinbares Wirken braucht er noch viele.“

Am 27. September 1660, vor 350 Jahren, stirbt er in Paris – im selben Jahr wie die heilige Luise Marillac. Seine Beisetzung erfolgte on der Kapelle der Lazaristen in Paris; 1737 wird er heiliggesprochen.

Hans Brunner


Unser Kirchenpatron der Hl. Vinzenz von Paul in unserer Pfarrkirche St. Vinzenz - nach Anklicken des Bildes werden Sie mit unserer Vinzenzseite verknüpft!


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